VORSICHTᐅAbzocke am Geldautomat in der Nähe mit diesem Geldklau…

Geldautomat in der Nähe
Im Alltag machen wir viele Dinge automatisch, ohne groß darüber nachzudenken. So auch beim Geldabheben am Geldautomat in der Nähe: Karte reinstecken, Pin eingeben, Betrag auswählen und Geld entnehmen machen automatisch.


Wenn ein Automat nicht funktioniert, nehmen wir einfach den nächsten. Unsere Geldautomaten sind doch sicher. Aber stimmt das wirklich?

Immer häufiger machten Betrugsopfer Anzeigen bei der Polizei, weil ihr Geld auf dem Konto verschwunden war. Ein beliebter Geldklau ist dabei das Cash Trapping – zu Deutsch: Bargeldfang.

Seien Sie also vorsichtig beim Geldautomaten in der Nähe, wenn das Gerät plötzlich einen Defekt anzeigt. Es könnte sich um eine Betrugsmasche handeln. Besonders gefährlich, wenn wir beim nächsten Weihnachtsmarkt an dem Geldautomat in der Nähe Geld holen möchten.

Wie funktioniert die Falle am Geldautomat in der Nähe?

Geldautomat in der NäheDie Betrugsmasche Cash Trapping ist so einfach, dass Sie nicht drauf gekommen wären. Die Täter manipulieren den Schlitz des Geldauswurfs beim Geldautomaten. Sie verbauen eine Metallblende mit etwas Klebstoff vor den Schlitz, der täuschend echt aussieht. Sie gehen also an den Automaten und bedienen das Gerät wie immer. Nach Eingabe des Pins und dem Geldbetrag erscheint alles wie immer. Womöglich hören Sie sogar das Zählgeräusch im Inneren der Maschine.

Dann erscheint plötzlich ein ERROR auf dem Bildschirmgerät und nichts tut sich mehr. Sie werden sich wahrscheinlich denken, dass das Gerät in diesem Moment defekt gegangen sei oder nicht mehr genug Bargeld verfügbar ist.

Geldautomat in der NäheKein Problem, einen Geldautomat in der Nähe gibt es genug und suchen anschließend einen neuen Automaten auf. Sobald Sie den Ort verlassen haben, tauchen die Betrüger am Geldautomaten auf, entfernen die Schiene am Schlitz und ziehen Ihr Bargeld raus. Wahrscheinlich werden Sie den Schaden erst einige Tage später auf Ihrem Kontoauszug merken.

 

Dann ist es aber zu spät und die Diebe sind über alle Berge.

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Skimming: Noch gefährlicher

Eine weitere Methode des Geldklaus ist die Skimmer-Methode. Diese Masche ist etwas aufwendiger und wird daher seltener angewendet. Am Geldautomat in der Nähe selber wird an der Tastatur ein elektronisches Bauteil angebracht. Dieses Teil liest bei Ihrer Karte sämtliche Kartendaten aus. Mit diesen Karten werden später im Ausland Kartenrohlinge angefertigt.

Um an Ihre Geheimzahl zu kommen, wird über dem Eingabefeld eine kleine Videokamera installiert, die entweder Ihre Handbewegung oder das Eingabemuster aufzeichnet. Fertig ist ein Karten-Double mit Ihren Kontodaten. Belastet wird die Karte allerdings überwiegend im Ausland, da dort die Sicherheitsvorkehrung nicht so hoch sind wie bei uns in Deutschland. Außerdem fällt der Betrug mitunter aus dem Ausland noch später auf.

Wie kann ich mich schützen?

Schauen Sie sich den Geldautomaten genau an und prüfen Sie, ob irgendetwas anders ist als sonst. Vor allem elektronische Bauteile, die unfachmännisch am Gerät angebracht wurden, sollten Sie beunruhigen. Fühlen Sie vor allem im Bereich der Tasten nach einer kleinen Kamera und fühlen Sie auch mit den Fingern unter dem Geldausgabeschlitz.

Seien Sie vor allen Dingen misstrauisch, wenn der Geldautomat plötzlich kurz vor der Geldausgabe auf Störung schaltet. Gehen Sie nicht direkt weiter zum nächsten Geldautomat in der Nähe, sondern bleiben Sie beim Gerät stehen. Hat die Filiale noch geöffnet, bitten Sie einen Passanten, ob er einen Mitarbeiter der Bank oder Sparkasse herausholen kann. Geht das nicht, rufen Sie per Handy in der Filiale an.

Bei den meisten Geldautomaten steht am Gerät eine Telefonnummer, die Sie im Störungsfall anrufen sollten.

Funktioniert das alles nicht, scheuen Sie sich nicht, direkt die Polizei zu Hilfe zu holen. Wenn Sie den Ort verlassen und die Diebe sich Ihr Geld geholt haben, ist es sehr schwer, etwas dagegen zu unternehmen.
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Diese Telefonnummern müssen Sie sofort speichern, damit Ihr Konto geschützt ist

Sollten Sie einen Betrug mit Ihrer Kredit- oder EC-Karte vermuten, müssen Sie so handeln, als wenn Sie die Karte verloren hätten. Wählen Sie sofort die bundeseinheitliche Nummer 116 116 und halten Sie die Kontonummer bzw. Kreditkartennummer bereit. Im Inland ist der Anruf kostenlos. Damit ist zumindest Ihr Konto ab dem Zeitpunkt des Anrufes geschützt. Bei der Betrugsmasche Skimmer-Methode ist es auf jeden Fall sinnvoll, denn auch die nachgemachte Kontokarte ist dadurch gesperrt.

Anders sieht es bei der Cash-Trapping-Methode aus. Zum Zeitpunkt des Anrufes ist Ihr Konto schon belastet. Das Geld kam nur nicht durch den Ausgabeschlitz. Eine Kartensperrung ergibt nur Sinn für zukünftige Geldabbuchungen. Denken Sie daran, dass Sie nach der Sperrung selbst auch nicht mehr mit der Geldkarte bezahlen oder Geld abheben können. Beantragen Sie also bei Ihrem Geldinstitut eine neue Karte. Dieses ist wahrscheinlich mit Kosten verbunden, steht aber in keinem Verhältnis zu einem Betrugsschaden.

Mit diesen Schritten können Sie wieder sicher Geld am Automaten holen

Gerade in Großstädten gibt es überall einen Geldautomat in der Nähe und Sie werden dort nicht der einzige Kunde sein. Schauen Sie sich die Kundenabhebungen vor Ihnen genau an. Funktioniert der Automat tadellos? Dann wird er es bei Ihnen genau so tun. Die Cash-Trapping-Falle ist eingebaut oder eben nicht. Es kann nicht sein, dass nur bei Ihnen die Geldausgabe nicht funktioniert. Deshalb ist diese Methode eher in abgelegenen Orten angewendet, wo die Betrüger nach jedem Kunden das Geld entfernen.

Haben Sie den Verdacht, dass der Geldautomatenschlitz blockiert ist, verlassen Sie den Ort nicht. Organisieren Sie Hilfe entweder bei dem jeweiligen Geldinstitut oder bei der Polizei. Auch wenn der Geldautomat tatsächlich kaputt sein sollte, wird Ihnen den Einsatz niemand übel nehmen. Tun Sie nichts, ist das Geld womöglich verschwunden.

Bei der Skimmer-Methode ist es für die Betrüger wichtig, dass sie zusätzlich zu den Kartendaten auch an Ihre Geheimnummer kommen. Das können sie nur über eine installierte Videokamera erreichen. Daher ist es enorm wichtig, damit Sie bei Eingabe an Ihrem Geldautomat in der Nähe, dieser vierstelligen Zahl nicht aufgenommen werden können.

Decken Sie Ihre Finger beim Eintippen mit einem flachen Gegenstand ab. Das kann Ihre Geldbörse, ein Briefumschlag oder ähnliches sein. Die meisten Automaten bieten zwar schon einen Fingersichtschutz an, aber auch darunter könnte eine Minikamera geklebt sein. Melden Sie auch sofort verdächtige Elektronikteile, die Ihnen auffallen. Somit schützen Sie auch die Kunden, die nach Ihnen kommen.

Woher kommen die Betrüger?

Meistens handelt es sich bei den Automatenbetrügern um Banden aus dem osteuropäischen Raum. Andere Länder wie Österreich usw. sind durch die Nähe der Herkunftsländer noch viel häufiger betroffen als Deutschland. Passen Sie also nicht nur in der heimischen Nähe auf, sondern insbesondere auch auf Urlaubsreisen in Österreich, Italien und Mittelmeerinseln.

Vor allem im Ausland sind die Sicherheitsstandards nicht so hoch wie hier. In Deutschland haben die Geldinstitute fast jeden Geldautomat in der Nähe mit einer eigenen Videokamera ausgestattet. Im Ausland ist diese Installation häufig nicht vorhanden. Deshalb sind vor allem die gefälschten Karten nach der Skimmer-Methode in Osteuropa in Umlauf.

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